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Das Zugunglück vom 20. März 1985

In der Nacht zum 20.03.1985 um 0.03 Uhr ereignete sich in Empelde in der Nähe des Bahnübergang an der Nenndorferstraße ein Zugunglück. Dabei fuhren ein mit Benzin, und ein mit Kohle beladener Güterzüge seitlich ineinander. Dabei zebarsten zwei Kesselwagen und ein dritter explodierte kurz nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der FF Empelde. Das Benzin und die Kohle gingen dabei in Flammen auf. Wie durch ein Wunder gab es keine Toten oder Verletzten .

Nur knapp entgingen die Empelder damals einer Katastrophe. Als die zwei Güterzuge kollidierten rissen drei Kesselwaggons und gerieten sofort in Brand. Ein Zug bestand aus 20 Kesselwaggons mit etwa einer Millionen Liter Super- und Normalbenzin, der ander aus 19 Waggons Antrazitkohle.Oberleitungsmasten stürtzen um, Fahrdrähte rissen und lagen auf dem Boden. Die Einsatzkräfte wussten nicht ob diese noch Strom führten. Kurze Zeit nachdem die ersten Einsatzkräfte an der Unglücksstelle eintrafen explodierte ein Kesselwaggon und es entstand für kurze Zeit eine etwa 200 Meter hohe Feuersäule. Trotz des riesiegen Ausmaßes der Einsatzstelle und einer etwa 150 Meter langen Feuerwand war der Brand bereits nach etwa drei Stunden unter kontrolle gebracht. Jedoch dauereten die Löscharbeiten sowie die Nachlöscharbeiten noch bis in die Abendstunden des 20. März an und auch an den folgenden Tage wurden noch wieder aufflackernde Brände durch die Feuerwehr gelöscht, so dass die FF Empelde vier Tage lang im Einsatz war.

Im Einsatz waren 160 Feuerwehrleute der sieben Ronnenberger Ortsfeuerwehren, sowie die 110 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Hannover.

  • Es wurden die an die Bahnlinie angrenzenden Gebaude, Hallen, Werkstatten und ein mit 15 000 Litern gefüllter Heizöltank vor größeren Schaden und dem Feuer geschützt.
  • mehr als sechs Kilometer Schlauchleitung u.a. zum See im Wohnpark verlegt, um die benötigten Wassermengen heranzuschaffen.
  • Barrieren wurden gesetzt um das auslaufende Benzin aufzuhalten.
  • Die Polizei evakuierte drei Wohnhäuser und brachten 39 Personen, darunter 9 Kinder sowie fünf Hunde in Sicherheit.
  • Die Bahn schätzte den Schaden, einen Tag nach dem Ünglück, auf mehr als 1,7 Millionen DM.
  • Nach dem Unglück musste das Erdreich (ca. 2000 Kubikmeter) abgetragen und ausgetauscht werden, da dieses mit Benzin getränkt war und eine starke Umweltgefährdung davon ausging.
  • Die Bahnstrecke Hannover - Hameln bleib noch bis zum 25. März gesperrt.

 

 

 

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